Wie entsteht eine Kulturlandschaft? Und wie ist dieser Prozess mit der Inwertsetzung von Objekten, Stätten und Räumen als Kulturerbe verbunden? Die ethnografische Studie zeichnet am Beispiel des deutsch-tschechischen Erzgebirges die Beziehungen zwischen Praktiken des Kulturerbens und der Herstellung von Raumkonstruktionen nach. Anknüpfend an kulturwissenschaftliche Kulturerbe- und Policyforschung stehen nationale und internationale Kulturerbe-Governancen – insbesondere das UNESCO-Welterbeprogramm – im Fokus. Wie ist deren Verhältnis zu lokalen Erinnerungsdiskursen und -praktiken und wie zur Förderung regionaler (Tourismus-)Wirtschaft? Und welche Rolle spielen dabei EU-Policies zur europäischen Integration? Die deutsch-tschechische Erzgebirgsregion ist von der Zwangsmigration und Neuansiedlung nach 1945 bis heute geprägt. Die Monographie zeigt auf, wie vor dem Hintergrund dieser komplexen Geschichte, kollektive Eigentumsansprüche an Kultur formuliert und ein gemeinsames, grenzübergreifendes Erbe ausgehandelt werden.

Publikationstyp: Hochschulschrift

Sparte: Universitätsverlag

Sprache: deutsch

ISBN: 978-3-86395-376-8 (Print)

URN: urn:nbn:de:gbv:7-isbn-978-3-86395-376-8-4