Die soziale Ungleichheit in Deutschland ist groß und sie wird immer größer. Das ist gefährlich: In ungleichen Gesellschaften fallen demokratiefeindliche Ideen auf besonders fruchtbaren Boden. Ein hierbei bislang zu wenig beachteter Ungleichheitsverstärker ist Wirtschaftskriminalität. Diese entzieht dem Staat Geld, das er zur Lösung sozialer Probleme dringend braucht. Um dies zu verhindern, setzt die Praxis auf Criminal Compliance. Sie soll Wirtschaftskriminalität in Unternehmen verhindern oder zumindest frühzeitig aufdecken. Doch diese Arbeit zeigt: Compliance ist oft nur symbolische Pseudoprävention – ein Feigenblatt, das Verbrechen eher verdeckt als verhindert. Mit interdisziplinärem Zugang an der Schnittstelle von Recht, Kriminologie und Soziologie legt die Untersuchung die strukturellen Defizite der aktuellen Compliance-Praxis offen. Zugleich entwickelt sie ein kriminologisch fundiertes, mehrdimensionales Präventionskonzept für Justiz, Rechtspolitik und Wirtschaft.

Publikationstyp: Hochschulschrift

Sparte: Universitätsverlag

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-86395-703-2 (Print)

URN: urn:nbn:de:gbv:7-isbn-978-3-86395-703-2-8