Nach 1933 kamen etwa 1 000 deutsch jüdische Emigranten in die Türkei – ein erheblicher Teil davon bestand aus Wissenschaftlern, Fachleuten und Künstlern. Unter ihnen waren fünf Juristen: Ernst Eduard Hirsch, Andreas Bertalan Schwarz, Karl Strupp, Richard Martin Honig und Oscar Weigert. Zusätzlich wirkte der bekannte Romanist Paul Koschaker, der zwar kein deutsch jüdischer Exiljurist war, aber über Schwarz in die Türkei kam. Diese sechs Rechtsgelehrten leisteten entscheidende Beiträge, damit das seit 1926 in der jungen Republik rezipierte westeuropäische Rechtssystem Fuß fassen konnte. Bislang – abgesehen von Honig und zum Teil Hirsch – ist ihr konkreter Einfluss auf das türkische Recht und auf nachfolgende Juristengenerationen noch nicht systematisch untersucht worden. Um diese Forschungslücke zu schließen, wurde vom 13. bis 15. September 2024 in Göttingen ein internationales Symposium zum 100 jährigen Jubiläum der Republik Türkei (29. Oktober 2023) abgehalten. Der vorliegende Sammelband enthält die daraus hervorgegangenen Aufsätze.

Internationales Symposium zum 100-jährigen Jubiläum der Republik Türkei ; (Göttingen) : 2023-10-29

Publikationstyp: Sammelband

Sparte: Universitätsverlag

Sprache: Deutsch, Englisch

ISBN: 978-3-86395-706-3 (Print)

URN: urn:nbn:de:gbv:7-isbn-978-3-86395-706-3-6

Förderer: Strohmeyer-Stiftung

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