Der Niedersächsischen Demokratie-Monitor (NDM) analysiert alle zwei Jahre die politische Kultur des Landes Niedersachsen. 2025 wurden fast 1500 zufällig ausgewählte Niedersächsinnen und Niedersachsen ab 16 Jahren zu ihren politischen Einstellungen befragt. Der Demokratie-Monitor stellt fest, dass die niedersächsische Demokratie und ihre Akteure zunehmend unter Druck geraten, ohne dass es zu einer akuten Systemkrise kommt. Die Menschen in Niedersachsen unterstützen ganz überwiegend die Demokratie als Staatsform, politische Akteure aber verlieren Vertrauen. Zudem polarisieren einzelne Themen stark, ohne dass sich zwei geschlossene gesellschaftliche Lager herausbilden. Ein zentrales Ergebnis des Demokratie-Monitors ist eine Rechtsverschiebung in der politischen Landschaft, ein Rechtsruck findet nicht statt. Gleichzeitig steigt die Unzufriedenheit mit dem Zustand der Demokratie. Dies nährt auch eine Offenheit für undemokratische Herrschaftselemente. Zudem verharren das Vertrauen in Parteien und Politiker*innen sowie die Zufriedenheit mit der Politik der Bundesregierung auf sehr niedrigem Niveau. Die Zufriedenheit mit der Politik der Landesregierung hingegen ist über Parteigrenzen hinweg hoch. Hier zeigt sich das stabilisierende Potenzial des Föderalismus, der Unzufriedenheit auffangen kann.
Verlagsprogramm
Weitere Angebote
Bestellung
Publizieren
Publizieren im Universitätsverlag GöttingenLeitlinien des PublizierensAutorenhilfeKostenanfrageVerlagspreiseBegutachtungsverfahren



